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Liebe Kunden und Wahlverwandte!

I´m back! Und die Guzzi ist 3000 km älter, ohne einen einzigen Muckser. Jetzt hat sie die 90000 erreicht. In Berlin habe ich eingekauft, am Tegernsee einen 80sten Geburtstag gefeiert und um den Lago Maggiore bin ich mit meinen beiden Söhnen gecruist. Jetzt gehts im Laden weiter, Sina bastelt am Archiv(s.u.), ordert nach und nach ein neues Damen-Sortiment nach ihren Vorstellungen, und die neuen Herbst/Winter- Sachen werden bald eintrudeln. Noch geniessen oder bestöhnen Viele die Sommerhitze, sind fern im Urlaub oder im Schatten eigener Gärten, aber ich hoffe, daß man sich schon bald wiedersieht.

SL

Viele meiner Kunden äussern in meinem Laden Bedenken, daß man sie in ihrer Umgebung für einen eitlen Freak halten würde, wenn sie in farbenfroher oder sonstwie auffälliger Kleidung auftreten würden und entscheiden sich daher überwiegend für Mimikri in Businessblau und Alltagsgrau. Aber das süsse Leben und Nichtstun z.B. trägt Rot, wie Toni Servillo, der Hauptdarsteller mit den schweren Augendeckeln, als gescheiterter Schriftsteller in dem Film "La Grande Bellezza". Frühmorgens zur blauen Stunde, die Stadt  noch still wie unter Wasser, nach ereignisreicher Nacht durch die Gassen Rom`s schlendern, müde und melancholisch, erwartungslos offen für den neuen, staubigen Tag: so fühlt sich der Sommer an. Der Römer trägt dabei ein rotes Sakko, helle Hosen, braun-weisse Two-Tone-Halbschuhe. Das hat Stil und Eleganz. Das ist lässig und entspannt, nicht freakig.

Man kann einen Menschen, der nach den eigenen Maßstäben zu viel Wert auf ausgesuchte, auffällige Kleidung legt, für einen eitlen Fatzke halten, der peinlich um die Aufmerksamkeit Anderer buhlt. Mann kann aber auch genau darin eine Form des Respektes sehen. Nicht nur in Bezug auf sich selbst im zivilisierten Widerstand gegen allerlei Varianten der Verwahrlosung, sondern auch den Anderen gegenüber. Denn wenn man danach trachtet, von Anderen gebührend wahrgenommen zu werden, setzt dies ja voraus, das man sich über das  Vorhandensein Anderer, in deren Blickfeld im öffentlichen Raum man geraten kann, überhaupt bewusst ist. Ein gepflegtes, sogar überambitioniertes Erscheinungsbild mag da eine vergleichbare Form der respektvollen Rücksicht und sozialen Um-Sicht sein wie die, Mitmenschen nicht durch stechende Gerüche oder andere aufdringliche Intimitäten zu belästigen. Da ist mir der Anblick eines bunten Stadtparadiesvogels zigfach lieber als das allmählich überkochende Potpourri mannigfacher " Trivial-Scheissegal-Katastrophal"-Haltungsgemenge, zur Schau getragen von wurstig eingepellten Knollengewächsen, liederlich-sudeligen Ignoranten und in Parks pissender Discoproleten, die mir allabendlich unerzogen angezogen in ihren Schlabberklamotten auf meinem Heimweg auf den Kölner Ringen begegnen.

 

Übrigens: irgendein menschenähnlicher Parasit platziert illegale Links auf meiner Website. Werde mir Hilfe suchen müssen, mich dagegen zu wehren. Bitte klickt diese blauen Links zwischen meinen Texten nicht an! Wir arbeiten an der Serverumstellung.

Herzlichen Gruß

Stefan Laskowski

 


Nach wie vor:
Die musikalische Play-List für Melancholiker des 21.Jahrhunderts findet
man auf meinem web-log (siehe button oben rechts).
Diese wird von Zeit zu Zeit um einzelne Titel oder Alben ergänzt.

 

 

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