Wenn die Jacke geliefert wird, brauchen Sie erst mal keinen Bügel: die steht von alleine. Sie können sich in einer neuen Jacke anfangs nicht am Hinterkopf kratzen. Das gibt sich aber. Legen Sie die neue Jacke zuhause auf den Boden, öffnen Sie alle Reissverschlüsse und rollen Sie sie ein, mehrmals, kreuz und quer. Wenn Sie einen haben, klöppeln Sie mit einem Gummihammer darauf herum, oder mit der Handkante. Wenn Sie mit einer Eskimo verheiratet sind, bitten Sie sie, die Jacke abends vor dem Fernseher weich zu kauen. Leder ist ein Gemisch aus Collagenfasern: die verkleben, wenn sie nicht bewegt werden. Bei hauchdünnen Modelederchen merkt man das nicht, aber bei 1,5 mm starken Pferdeleder ist das ein Thema. Wenn man eine eingetragene Aero-Lederjacke lange hängen lässt, wird sie wieder steif. Sie muss bewegt werden, wie ein Pferd geritten. Tragen Sie sie viel im Regen. Muten Sie ihr was zu. Sie wird mit der Zeit immer weicher und geschmeidiger. Je „schlechter“ Sie sie behandeln, um so schöner wird sie.

Wovon kann man das schon sagen?