Nigel Cabourn, Mallory Jacket, Linen

Die Sommerkollektion 2012 von Nigel Cabourn greift Stil und Stoffe der Kleidung auf, die Marshall Montgomery und seine Desert Rats im WW2 in Nord-Afrika getragen haben: Waschechte britische Wüstenklamotten.

Übrigens: als ich vor vor 2 Jahren bei Cabourn in New Castle zu Besuch war, lagen auf seinem Arbeitstisch einige Wehrmachts-Kataloge. Angesichts meiner hochgezogenen Augenbraue über diese typisch britische Schmerzfreiheit, erklärte mit Nigel: "Die Deutschen hatten die besten Uniformen, die besten Stoffe, die besten Schnitte. Danach kamen die Italienischen, dann die Britischen. Was Rommel in Afrika getragen hat, war schnitttechnisch vom Feinsten.”

Gut: die Briten haben da keinerlei Berührungsängste ( mehr). Und was Nigel überzeugt, davon übernimmt er das Brauchbare. Zusätzlich muss man auch anmerken, daß die Nazis diese bewunderte Qualität nicht erfunden haben. Deutschland war vor dem Krieg( und sogar noch danach) ein Textilland. An der Wupper wurde Flachs( für Leinen) angebaut.  Das weiss ich noch aus der Grundschule. Überall gab es Textilfabriken und Schneidereien. All das, ebenso wie das Schuhmacherhandwerk, ist in den letzten Jahrzehnten nahezu eingegangen. Die Verbraucher wollen es billiger. Es gibt  nun wieder einige junge Designer, die sich auf dieses Erbe beziehen, ohne im Geringsten im Verdacht zu stehen, mit dem schwarzbraunen Weltbild zu liebäugeln. Ein Beispiel: Merz b. Schwanen (siehe "Hemden etc” unter "Produkte” auf meiner Web-Seite).

Das Mallory Sakko allerdings ist ein alter Bekannter aus früheren Kollektionen, die sich auf die Bergsteigerei im Himalaya bezogen. Bisher kannten wir die Harris-Tweed Variante.
Hier ist der Schnitt aus 100% Leinen. Das Futter ist aus Baumwolle. Das Jacket hat 4 Knöpfe und wieder den typischen Kinnriegel.

Grössen:  54

  • EUR 694,- 30% red. = EUR 486,-